Emotionales Essen

Von Ilga Pohlmann

Wie schön, dass du da bist! Hier besprechen wir alle wichtigen Dinge rund um das Thema Emotionales Essen, damit du ganz genau verstehst, was dahinter steckt und wie du auf Dauer damit aufhören kannst. 

Wenn du betroffen bist, dann fühlt sich das sicherlich nicht schön an. Ich weiß, Liebes ❤️ Vielleicht schämst du dich auch und bist es so leid, dass du mit dem ganzen Thema zu tun hast. Ich kann dir versichern, dass du nicht die/der Einzige bist. Wirklich nicht! Und ich kann dir auch sagen, dass es lösbar ist. 

Ich war früher auch eine Emotionale Esserin und dazu auch noch zuckersüchtig. Aber ich habe den Weg daraus gefunden und kenne mich deshalb ziemlich gut aus! Und dieses Wissen möchte ich hier mit dir teilen. 

Gleich vorweg eine wichtige Info für dich: Emotionales Essen sorgt für dich. Und ist somit keinesfalls unnötig. (Solange du das Essen noch brauchst, ist es sogar nötig.)

Das mag sich total verrückt anhören! Das ganze unkontrollierte Essen soll eine Sinn haben? Ja! Davon bin ich heute überzeugt, auch wenn ich es damals (vielleicht wie du heute) verflucht habe. Das Essen kann nämlich eine große Hilfe dabei sein, einen tief verborgenen emotionalen Schmerz nicht ständig fühlen zu müssen. Und jetzt fragst du vielleicht, was für ein Schmerz das denn sein sollte? Dir geht es doch gut! Und genau hier kommen wir zum Kern des Emotionalen Essens: Dieser Schmerz ist dir sehr wahrscheinlich gar nicht mehr richtig bewusst. Das liegt meist daran, dass du das Essen schon sehr lange dazu nutzt, ihn zu unterdrücken. 

Das Essen als Hilfe zu nutzen war damals eine sehr schlaue Lösungsidee von dir! Sie funktioniert! Problematisch wird es jetzt nur, wenn du das Essen abstellen möchtest. Denn dann kommst du langsam wieder mit dem Schmerz in Kontakt und dein System wird alles dafür tun, ihn zu unterdrücken, sodass du einfach wieder essen musst! 

So unterdrückt das ständige Essen den Grund für das ständige Essen. Verzwickt, oder?

Wenn du dich jetzt aber auf die Suche nach diesem Schmerz machst und ihn stillst, dann passiert das Erstaunliche: Die Funktion des Emotionalen Essens, das Unterdrücken dieses Schmerzes, verliert den Sinn und das unkontrollierte Essen kann plötzlich aufhören. Du brauchst dich dann nicht mehr anstrengen, um es zu verhindern. Denn du brauchst es dann einfach nicht mehr. 

Aber lass uns ganz vorne anfangen!


Was ist Emotionales Essen?

Meiner Meinung nach passiert Emotionales Essen immer dann, wenn wir essen, ohne dass wir körperlichen Hunger verspüren. Also immer dann, wenn wir aus irgendeinem anderen Grund Lebensmittel essen oder auch trinken, ohne dass wir hungrig sind.

Da du hier bist, kennst du das bestimmt.

In vielen Fällen knurrt Emotionalen Essern also nicht der Magen. Aber warum essen sie dann? 

Es geht darum, mit dem Essen den Schmerz über ein unerfülltes seelisches Bedürfnis zu beruhigen. Emotionales Essen ist eine Kompensationsstrategie. 

Meist ist Emotionalen Essern kaum oder gar nicht bewusst, dass sie aus einem unerfüllten seelischen oder emotionalen Bedürfnis heraus essen, denn dieses unerfüllte Bedürfnis ist so tief vergraben, dass sie es oftmals gar nicht spüren. 

Was sich allerdings schon mehr oder weniger bewusst zeigt, ist der Schmerz über das unerfüllte Bedürfnis. Und da Emotionale Esser als Lösung für ALLES das Essen nutzen, greifen sie auch zum Essen, um diesen Schmerz zu lindern. 

Keine Sorge, wenn dir das jetzt noch etwas unklar erscheint. Das ist auch der “Trick” beim Emotionalen Essen. Es ist so sehr zum Automatismus geworden und passiert so schnell, dass die wahren Ursachen dahinter, wenn überhaupt, nur ganz kurz aufblitzen. Und so bleibt dir der Schmerz erspart!

Um es verständlicher zu machen, habe ich unten mal ein paar Hungerarten aufgeführt. Vielleicht wird damit klarer, dass es viele Gründe fürs Essen gibt:

  • Seelen- oder Herzhunger: Wenn deine Seele hungrig ist und zum Beispiel liebe Worte oder eine Umarmung braucht. (Wenn dieser Hunger nicht durch Zuwendung und Liebe erfüllt wird, sondern durch Essen, dann ist es Emotionales Essen.)
  • Kulturhunger (oder Sippenhunger): Das ist, wenn wir essen, weil es zu einem Zeitpunkt einfach so üblich ist (z.B. Geburtstagskaffeetrinken, Partys, …). Wir essen übrigens auch gesellschaftlich emotional, wenn wir zum Beispiel mit Essen schöne Gefühle ausdrücken möchten (z.B. Feiern).
  • Augen-, Nasen- oder Mundhunger: Wenn du etwas Leckeres siehst oder riechst und dir schon das Wasser im Mund zusammenläuft. Vielleicht hast du gar keinen richtigen körperlichen Hunger, aber dein Appetit ist jetzt angeregt.
  • Gedanken-, Geist- oder Kopfhunger: Unser Hunger kann auch davon beeinflusst werden, was wir über Essen denken (z.B. Einstufung der Lebensmittel in gutes und schlechtes Essen). Diese Ideen im Kopf können unser Essverhalten sehr beeinflussen. 
  • Magenhunger, biologischer Hunger oder Zellhunger sind im Gegensatz zu den obigen Hungerarten körperlicher Hunger. Der Körper braucht Energie und Nährstoffe. Und deswegen hat der Körper Hunger. Basta! Das hat dann nicht viel mit emotionalen Bedürfnissen zu tun.

Lies hier noch mehr darüber, was Emotionales Essen ist

emotionales-essen_koerperlicher-hunger

Die Symptome von Emotionalem Essen

Sehr gut! Jetzt wissen wir schon mal, was Emotionales Essen grundsätzlich ist. Jetzt wird es noch konkreter. Wir kommen zu dem Symptomen von Emotionalem Essen

Wie sieht Emotionales Essen aus?

Damit du eine genauere Vorstellung davon bekommst, wie sich Emotionales Essen zeigt und welche Formen von Emotionalem Essen es gibt, liste ich dir einmal 10 Essverhalten auf, die für mich zum typischen emotionalen Essen gehören.

1. Essanfälle

Essanfälle sind bestimmt die bekannteste Form von Emotionalem Essen. Für sie gibt es in der ausgeprägten Form sogar eine offizielle Diagnose: Binge Eating.

Es geht hierbei um Essorgien oder Essexzesse. Sich nicht mehr stoppen können. Kontrollverlust. Essen, bis man das Gefühl hat, dass man gleich platzt. Essen bis zur Übelkeit und zum Bauchschmerz. Natürlich gibt es hier verschiedene "Stärken", aber ich vermute, dass du das Gefühl kennst, wenn man einmal angefangen hat, nicht mehr aufhören zu können.

2. Andauerndes Zu-viel-Essen

Isst du andauernd zu viel? Bist du nach dem Essen nicht satt, sondern übervoll? Aber du konntest einfach nicht aufhören? Bewunderst du Freundinnen, die den Teller nicht leer essen müssen und die entspannt "Nein, danke!" sagen können?

Auch das gehört in meinen Augen zum Emotionalen Essen. 

3. Essen bei Stress

Das kennen wahrscheinlich die meisten. Ein typisches Wort dafür ist Nervennahrung! Und die findet man meistens in der: 

4. Süßigkeitenschublade (im Büro)

Kennste? Was Süßes zur Entspannung, gegen Langeweile, bei Frust, … das ist alles Emotionales Essen. 

5. Essen zur Erdung

Das hier ist eine Form des Emotionalen Essens, die oft sehr unbewusst abläuft und besonders hochsensible emotionale Esser betrifft. Das Essen dient in diesem Fall dazu, wieder in Kontakt mit sich und seinem Körper zu kommen. Der Essvorgang holt den Fokus zurück in den Körper. Es erdet uns.

Weiter unten gehe ich darauf noch genauer ein und erkläre dir auch, was du alternativ tun kannst. 

6. Abends vor dem Fernseher essen

Das Naschen und Knuspern abends vor dem Fernseher ist eine ganz typische Situation vom Emotionalen Essen. 

Oft überdeckt das Essen am Abend etwas Anderes: vielleicht den Ärger darüber, dass man den Tag nicht so verbringen konnte, wie man es sich gewünscht hätte. Eine Traurigkeit darüber, dass das Leben anders ist, als man es sich vorgestellt hat. Oder der Tag war so anstrengend, dass zumindest am Abend eine Belohnung und eine Entspannung her müssen. Manche sind auch einfach gelangweilt und unterfordert vom Tag/Leben. Oder man fühlt sich einsam! Es gibt ganz viele Gründe und das Essen hilft, diese Gefühle nicht zu fühlen. 

7. (Sehr) Unregelmäßiges Essen

Für Emotionale Esser kann es typisch sein, unregelmäßig zu essen. Nach Essanfällen oder übermäßigen Mahlzeiten sorgen sich viele, zuzunehmen, und versuchen danach weniger oder nichts zu essen. Das kann dazu führen, dass es Tage mit zu viel Essen gibt und anschließend Tage, an denen fast gar nichts gegessen wird. Oft ist eine Energie der Bestrafung dahinter: Jetzt habe ich gestern schon wieder versagt. Dafür gibt es heute nichts! Und leider begünstigt das eine Verhalten das andere. Ein Teufelskreis.

8. Häufiges Zu-wenig-Essen

In meinen Augen gehört aber auch dauerndes Zu-wenig-Essen zum Emotionalen Essen dazu. Der Körper sendet vielleicht Hunger, aber wird nicht genährt. Die Frage, die sich hier stellt: "Warum versorge ich mich nicht ausreichend? Wovor habe ich vielleicht Angst? Welchen Vorteil bringt es mir, zu wenig zu essen? (Kontrolle, Macht, ...)"

9. Heimlich essen

Abends oder nachts heimlich naschen, wenn die Kinder im Bett sind. Im Auto essen. Essen, wenn der Partner nicht zu Hause ist. Niemand soll das zusätzliche Essen bemerken. Dafür verwischst du auch die Spuren. Das erinnert ganz an heimliches Trinken oder Rauchen, oder?

10. Essen, wenn du glücklich bist

Essen ist für viele Menschen eine Möglichkeit, um gute Nachrichten zu feiern. Wenn aber Essen ein notwendiger Begleiter von glücklichen Gefühlen ist, dann liegt der Verdacht nahe, dass das Essen dafür genutzt wird, auch positive Gefühle zu unterdrücken.

Das alles sind typische Situationen, in denen emotional gegessen wird. Kennst du aus deinem Leben noch andere?

emotionales Essen bekämpfen

Wann tritt Emotionales Essen auf?

1. Wenn du dich nicht gut fühlst!

Das kann zum Beispiel ein Moment der Langeweile sein und schon ist der Griff zum Schokoriegel getan. Oder du hast keine Lust auf bestimmte Aktivitäten wie Hausarbeit, Putzen, Steuererklärung, … und versüßt es dir mit Schokolade. Oder du fühlst dich abends einsam und tröstest dich mit einer heißen Schokolade. Vielleicht ist der Alltag auch so anstrengend, dass du das Essen als kleine Ruhepause nutzt oder deine Mittagspause verlängerst, indem du dir nochmal einen Nachschlag nimmst. Oder die Chips, die harte Schokolade oder die Nüsse helfen dir, den Frust und Ärger aus einer vergangenen Situation wegzubeißen. 

Emotionales Essen kann in ganz verschiedenen Momenten auftreten. Manche essen eher, wenn sie allein sind und sich nicht gut fühlen. Andere nutzen Essen aber auch im Zusammensein mit anderen Menschen, um beispielsweise den Kontakt zu sich selbst nicht zu verlieren. Eine typische Situation ist dafür, wenn man auf einer Party die Finger nicht vom Buffet lassen kann. 

2. Wenn du dich gut fühlst!

Oben hast du schon gemerkt, dass viele Situationen des Emotionalen Essens mit “negativen” Gefühlen verbunden sind. 

Es gibt aber auch das Phänomen, dass gegessen wird, wenn man sich gut fühlt und es gerade richtig gut läuft. Das kann zum Beispiel damit zusammenhängen, dass die Glücksgefühle überfordern oder dass dann Ängste “Na, wenn das mal nicht von Dauer ist.” oder Zweifel “Das habe ich aber nicht verdient.” hochkommen.

3. Wenn du nicht genau weißt, wie du dich fühlst.

... Weil du nicht gelernt hast, mit deinen Gefühlen umzugehen. 

Emotionales Essen dient nicht der Versorgung des Körpers. So viel ist dir jetzt klar. 

Emotionales Essen ist ein Versuch, mit Gefühlen umzugehen, für die wir keinen anderen Umgang gelernt haben. 

Schau mal zum Beispiel:

  • Wenn man als Kind nicht von einem anderen Menschen getröstet worden ist und nur gelernt hat, dass Essen den Schmerz überdecken kann, dann wird man als Erwachsener diese Strategie sehr wahrscheinlich auch noch anwenden. Außer man hinterfragt sie und lernt um.
  • Wut ist ein anderes Gefühl, mit dem viele Menschen nicht angemessen umgehen können und ihm keinen passenden Ausdruck verleihen können. Vielleicht durften sie als Kind nicht wütend sein oder niemand hat ihnen gezeigt, wie man damit gut umgehen kann. Dann springt das Essen ein und bändigt die Energie, die hinter der Wut liegt. Bevor noch was Schlimmes passiert oder die Wut einen auffrisst. 

Emotionales Essen tritt auf, wenn wir von unseren Gefühlen überfordert sind und Essen als Lösung für den Umgang mit diesen Gefühlen wählen.

Den meisten emotionalen Essern ist das nicht bewusst! 

Sie spüren oft nicht klar: “Ich bin so traurig, weil meine Kollegin heute das und das zu mir gesagt hat.” Sie spüren einfach nur, dass etwas nicht gut ist, und das dringende Bedürfnis zu essen! Und das ist ja auch clever. So ist die Traurigkeit gleich nicht mehr so schlimm. 

Emotionales Essen ist eine gute aber keine dauerhafte gute Lösung.

Leider ist das aber keine nachhaltige Lösung. Die Traurigkeit kann bei der nächsten Bemerkung wieder hochkommen, denn sie ist ja nicht richtig gestillt. Außerdem führt übermäßiges Essen auf Dauer oft zu gesundheitlichen Problemen. 

Denn seien wir ehrlich: Isst du nährstoffreiches gesundes Essen, wenn du emotional isst? 

Oder nicht doch eher die Schokolade und Süßigkeiten? Mhm? Und das tut auf Dauer einfach nicht gut. Du weißt das und kannst es trotzdem nicht lassen, ne? ❤️

→ Emotionales Essen und Kinder

Vielleicht bist du gar nicht wegen dir selbst hier, sondern weil du fürchtest, dass dein Kind emotional isst. Dass dir das Sorgen macht oder dich verunsichert, kann ich gut verstehen! Gerade, wenn du es vielleicht schon bei deinem Kleinkind beobachtest oder siehst, dass dein jugendliches Kind für emotionalen Trost zum Essen greift. Machst du dir Sorgen, dass das emotionale Essverhalten deines Kindes etwas mit deiner Erziehung zu tun haben könnte? Fragst du dich, was das Emotionale Essen deines Kindes bedeuten könnte?

In meinen Augen ist das ein komplexes Thema und hat am allerwenigsten damit zu tun, dass man bei den Kindern oder in ihrem Verhalten etwas ändern muss.

Ich denke, dass es weniger darum geht, wie das Essverhalten deines Kindes aussieht, sondern viel mehr darum, was es gefühlsmäßig mit dir macht, dass dein Kind isst, wie es isst. 

Stell dir vielleicht mal Fragen wie:

  • Warum schmerzt mich der Gedanke so, dass mein Kind ein/e emotionale Esser/in werden könnte?
  • Warum sorge ich mich und fällt es mir schwer, meinem Kind Vertrauen entgegen zu bringen, dass es den Umgang mit dem Essen schon lernen wird?
  • Was sagt mir das über meine eigene Kindheit?
  • Warum stresst mich das Thema Essen so sehr?

Vielleicht bist du erstaunt, dass ich an dieser Stelle nicht über dein Kind spreche, sondern stattdessen dir Fragen stelle. Ich denke, dass es darum geht, dass du dich um die Gefühle, die das Thema in dir auslöst, kümmerst. Denn solange du deinem Kind Sorge entgegen bringst, wird es auf diese Sorge reagieren. Es ist dann, als hätte es keine Wahl, sich anders zu verhalten. Deine Einstellung deinem Kind gegenüber beeinflusst sein Verhalten. 

Also, versuch bei dir zu bleiben. Kümmere dich um deine Gefühle. 

Und nicht nur das: Bring auch dein eigenes Essverhalten in Ordnung. Oft spiegeln Kinder das Verhalten der Eltern. Wenn du mit dem Essen nicht entspannt bist, wie soll dein Kind es dann sein? Wenn du tagsüber den Kinder Süßigkeiten verbietest, aber sie abends selbst heimlich isst, dann spürt dein Kind das. Das ist doppeldeutig und damit können Kinder schwer umgehen. 

Vielen Menschen fällt es leichter, bei anderen etwas verändern zu wollen, als bei sich selbst hinzuschauen, denn das könnte weh tun. Aber in meinen Augen ist das der beste Weg. 

Also versuch mal, es anders zu machen. Sei bei dir, bring das Essensthema bei dir in den Frieden und dann schau mal, wie dein Kind darauf reagiert.


Ursachen für emotionales Essen

Wahrscheinlich willst du dieses ganze Thema einfach nur los sein, oder? Es ist so super, dass du hier noch dabei bist. Damit du endlich verstehst, was wirklich dahinter steckt, gehen wir jetzt weiter zu den Ursachen und Gründen hinter dem Emotionalen Essen. 

1. Körperliche Ursachen für übermäßiges Essen

Übermäßiges Essen kann körperliche Ursachen haben. Der Körper reagiert auf alles, was uns umgibt. Medikamente, eine einseitige Ernährung, der Konsum von süchtig machendem Essen (Zucker, schnelle Kohlenhydrate, fettiges, sehr salziges Essen, Gluten, …), Blutzuckerschwankungen und vieles andere können den Appetit steigern und zu übermäßigem Essen führen. 

Auch viel Sport oder Übertraining (wenn du deinen Körper zu sehr belastest) können als Folge mehr Appetit und Hunger haben. Und das ist ja auch normal! Der Körper möchte den Energieverlust wieder ausgleichen, indem viel Essen zugeführt wird. 

In meinen Augen spielen körperliche Ursachen von Emotionalem Essen eine wichtige Rolle, aber ich halte es immer für sinnvoll, auch die emotionalen Ursachen der Sucht anzuschauen.

Zu denen kommen wir jetzt. 

2. Seelische Ursachen von Emotionalem Essen (Stichwort: Trauma)

Der Zusammenhang zwischen Emotionalem Essen und Selbstliebe: Liebst du dich selbst?

Bevor wir richtig in die seelischen und emotionalen Ursachen einsteigen, möchte ich dich etwas fragen: 

Wie ist das bei dir, wenn du in den Spiegel schaust? Magst du dich selbst? Empfindest du ein liebevolles Gefühl für dich selbst? Sprichst du liebevoll zu dir oder auf eine gemeine Art und Weise? 

Ich frag dich das, weil die Art, wie du über dich denkst oder was du für dich empfindest, mit Emotionalen Essen zusammenhängt! 

Menschen, die gut über sich denken, essen deutlich seltener aus seelischen Gründen. Sie kommen weniger oft in Situationen, in denen sie miese Gefühle „wegessen“ müssen. Sie haben gelernt, sich selbst so zu mögen, wie sie sind. Sie erheben kein böses Wort über sich und sparen sich so eine Menge negativer Gedanken, die zu schlechter Laune führen. Solche Menschen sind sich selbst zum besten Freund geworden. Und wenn man so (von sich selbst!) unterstützt wird, braucht man nicht so oft die Hilfe von außen.

Die Gedanken über sich selbst und Selbstliebe ist ein ganz wichtiges Thema bei Emotionalen Essern. 

Wenn dir die Selbstliebe abhanden gekommen sein sollte, dann schauen wir jetzt mal, woran das gelegen haben kann. Denn wusstest du, dass (Selbst)Liebe unser ursprünglicher Zustand ist?

Seelische Gründe für Emotionales Essen gibt es viele und meist sind es emotionale Verletzungen, deren Ursprung in der Kindheit liegt.

Emotionales Essen

Sucht als Folge von Bedürfnissen, die in der Kindheit nicht gestillt worden sind

Wenn unsere Bedürfnisse in der Kindheit nicht gestillt worden sind, hat das oft Auswirkungen auf unser restliches Leben und auch auf unser Verhalten als erwachsener Mensch. Aus mangelnder Erfüllung von Bedürfnissen in der Kindheit können Süchte wie Emotionales Essen entstehen. Die Kindheit ist das, was uns prägt, und wenn wir damals so in Not waren und Essen geholfen hat, den Schmerz zu überstehen, kann eine Sucht nach Essen entstehen. Das war als Kind damals eine schlaue Lösung. Wer weiß, was passiert wäre, wenn du nicht das Essen gefunden hättest. ❤️

Vielleicht hast du schon eine Idee, welche Bedürfnisse ich gerade gemeint habe. Lass uns das noch etwas genauer ansehen. 

1. Grundbedürfnisse werden nicht ausreichend befriedigt.
Geborgenheit, Schutz und Liebe sind ebenso wichtige Grundbedürfnisse von Babys und Kleinkindern wie Hunger und Durst. Werden sie nicht befriedigt, gerät das Kind in eine Notsituation: Es ist schließlich von den Eltern abhängig. Wenn Grundbedürfnisse des Kindes dauerhaft nicht erfüllt wurden, kann das Veränderungen im Gehirn nach sich ziehen. 

2. Liebe ist nicht bedingungslos.
Der Schmerz, der entsteht, wenn wir als Kind das Gefühl haben, nicht bedingungslos geliebt zu sein, verarbeitet jeder Menschen anders. Manche fangen an zu essen, um den Schmerz nicht zu fühlen. 

3. Ein Übermaß an Fürsorge
Ein Übermaß an Fürsorge kann das Kind in seiner Freiheit einschränken und dafür sorgen, dass es sich weniger traut, Risiken einzugehen, und weniger Raum in seinem Leben einnimmt.

4. Zu wenig Raum für freies Spiel
Der Mangel an freiem Spiel kann zu Fantasielosigkeit führen. Spielen ist ein wichtiger Entwicklungsprozess von Kindern, in dem sie sich mit der Welt und vor allen Dingen mit sich selbst verbinden und sich selbst zum Ausdruck bringen. Wenn Kinder nicht lernen, mich sich selbst etwas anzufangen, kann eine Leere entstehen, die Abhängigkeit und Sucht begünstigt.

5. Von Kindern wird viel Leistung erwartet.
Kinder stehen heute schon unter großem Druck und viel wird von ihnen erwartet. Im Kind können dann Gedanken entstehen wie: “Wenn ich nicht genug leiste, bin ich nicht wertvoll.” Und dieses Gefühl ist schmerzhaft. Ein Schmerzstiller wie Essen kann da helfen. 

6. Die Angst zu versagen – der Eltern
Oft sind Eltern von Ängsten geplagt, dass es ihren Kindern nicht gut ergehen könnte. Diese Ängste können sich auf das Kind übertragen. Wenn Eltern dann noch stark in das Leben der Kinder eingreifen, kann das ihren Eigensinn schwächen. Und dann kann ganz schnell ein Suchtmittel ins Spiel kommen, mit dem man sich verbinden kann, wenn der Sinn für das Eigene nicht ausgelebt werden darf. 

Über die wahre Ursache von Sucht kannst du hier gern noch mehr lesen. Und hier findest du Infos dazu, wie ein Einschlaftrauma ursächlich für Emotionales Essen sein kann.

 

Emotionales Essen ist eine Sucht.  

Moment mal. Plötzlich sprechen wir über ein Thema, das du möglicherweise mit Emotionalem Essen noch nie in Verbindung gebracht hast. 

Sucht!? 

Ja!

Ich zeige dir mal eine Definition von Sucht

Man tut etwas, von dem man genau weiß, dass es einem nicht gut tut, und trotzdem tut man es immer wieder.

Na, klingelt da was bei dir? Du WEISST mit deinem Kopf wahrscheinlich ganz genau, dass das übermäßige Essen dir nicht gut tut. Möglicherweise siehst und spürst du schon die (gesundheitlichen) Auswirkungen davon. Und trotzdem tust du es immer wieder?

In der Sucht fühlen wir uns wie gezwungen, etwas gegen besseres Wissen und bessere Absichten zu tun.

Mir ist klar, dass du nicht einfach so aus Spaß isst! Es gibt gute Gründe für dein Verhalten. Du kannst sie vielleicht gerade nicht sehen, aber sie sind da. Glaub mir. Und es liegt nicht daran, dass du verfressen, ein Vielfraß oder sonst irgendwas Gemeines bist, was du dir vielleicht selbst erzählst. 

Die Sucht hilft uns, einen Schmerz zu überstehen, von dem wir glauben, dass wir ihn sonst kaum ertragen würden. 

Deshalb stellt Gabor Maté fest:

„Die Frage ist nicht, warum die Sucht, sondern warum der Schmerz.“

Was ist passiert, dass du essen musst, Liebes? 

Vielleicht hast du schon eine kleine Ahnung. Vielleicht hast du eine gefühlte Antwort auf diese Frage. Womöglich erinnerst du dich an schmerzhafte Situationen, deren Erinnerung du noch immer in dir trägst. Oder es gibt Probleme in deinem Leben, von denen du nicht weißt, wie du sie angehen kannst, und dann bleibt alles beim Alten und du isst einfach weiter. 

Hinter dem Emotionalen Essen liegt Trauma. 

Wie kommt es überhaupt zur Sucht?

Gabor Maté erklärt: 

„Nicht jeder Traumatisierte ist süchtig, aber jeder Süchtige ist traumatisiert.“

Ein traumatisierter Mensch ist ein Mensch, der einen unverarbeiteten Schmerz in sich trägt. Denn ein Trauma ist nicht mehr und nicht weniger als das. 

Wir alle haben als Kind schmerzhafte Erfahrungen gemacht und wenn wir durch diese Situationen nicht gut begleitet worden sind (Halt, Trost, Mitgefühl, Unterstützung von einem Erwachsenen), dann steckt der Schmerz von damals noch in unserem Körper. 

Wir haben nicht nur auf der kognitiven Ebene ein Erinnerungsvermögen, sondern auch auf der körperlichen Ebene. Unser Körper erinnert sich durch Gefühle und Körperreaktionen. Das Erlebte steckt sozusagen in unseren Zellen. 

Und diese Erinnerungen von damals können durch Auslöser im Hier und Jetzt wieder aktiviert werden. Dann reicht ein Blick, ein Geruch oder eine Situation, um uns an ein Erlebnis von früher zu erinnern, und der Schmerz ist wieder da. Vielleicht ganz stark und präsent, vielleicht aber auch nur diffus und unterschwellig. 

Emotionale Esser haben gelernt, dass dann das Essen hilft. Das Emotionale Essen weist quasi darauf hin, dass etwas aus der Balance ist, dass etwas in uns nicht in Frieden ist.

Zum Glück sind wir unseren Traumata nicht hilflos ausgeliefert. Wir können lernen, mit ihnen umzugehen, indem wir lernen, unsere Gefühle zu fühlen. Erfahrungsgemäß braucht es dafür mindestens eine andere Person oder eine Technik. Denn sonst kann es schwer sein, die Traumata zu erreichen. Denn es liegt in der Natur des Traumas, dass wir (unbewusst) alles Mögliche tun, um mit diesem Schmerz nie mehr in Kontakt zu kommen. Oft sind Schutzstrategien wie das Emotionale Essen so automatisiert, dass wir den Schmerz kaum spüren. So schnell erfolgt der Stressabbau durch das Essen. 

Kannst du es langsam sehen? Die Sucht ist ein Lösungsansatz, um das Trauma erträglich zu machen und um den Schmerz zu betäuben.

Das ist eine ganz andere Sichtweise als die, die wir gesellschaftlich oft auf Sucht haben. Es ist der liebevollere Weg, der in meinen Augen die Heilung erst möglich macht.

Typische Gründe hinter Emotionalem Essen: Kennst du das?

Jetzt geht es weiter mit den typischen Gründe, die oft hinter Emotionalem Essen liegen. Bestimmt erkennst du dich in manchen Punkten wieder. Also, pass genau auf, was dich betrifft.

1. Heißhunger

Eine spezielle Form und ein Grund für Emotionales Essen ist Heißhunger. Unter Heißhunger verstehe ich das dringende Gefühl, etwas ganz Bestimmtes essen zu müssen. Du hast dann den Drang, dieses eine Eis, diese eine Schokolade oder ein ganz bestimmtes Essen zu essen. Und notfalls nimmst du für die Besorgung auch einen Umweg auf dich oder gehst sogar spät abends oder nachts nochmal aus dem Haus. 

Aber Achtung: Meiner Meinung nach geht es bei Heißhunger überhaupt nicht um das Essen!

Ich sehe den Heißhunger eigentlich nur als Symptom dafür, dass wir uns nach einer bestimmten Liebe sehnen und diese nicht mehr bekommen.

Und diese Liebe haben wir in der Vergangenheit mit einem bestimmten Essen verknüpft und wollen deshalb dieses Essen essen, wenn wir uns nach dieser Liebe und Situation sehnen. 

Zum Glück können wir das Essen und die Liebe wieder entkoppeln. So kann der Heißhunger wieder verschwinden!

Ich nutze dafür eine kraftvolle Klopftechnik, mit der man schnell den Heißhunger stoppen kann. Für immer. Probier es einfach aus. 

Stoppe deinen Heißhunger in nur 8 Minuten!

Mit dieser kraftvollen Methode bekommst du deinen Heißhunger in den Griff. Probiere es sofort aus.


2. Typisches Emotionales Essen

So, weiter geht es mit dem nächsten Grund hinter Emotionalem Essen. Während es oben beim Heißhunger um schöne Gefühle ging, wird es jetzt etwas “dunkler”. 

Emotionale Esser nutzen Essen als Lösung für alle Probleme. 

Und oft empfinden wir unangenehme Gefühle als Problem, denn selten haben wir gelernt gut mit Gefühlen umzugehen. Die Lösung für Emotionale Esser lautet: Essen!

Das passiert nicht bewusst. Kommt Stress hoch, greift die Hand automatisch zu den Süßigkeiten. Klopft abends auf dem Sofa die Erschöpfung oder die Einsamkeit an, ist da ganz schnell der Appetit auf Chips und schon ist das Gefühl nicht mehr ganz so schlimm und du kannst es irgendwie verdrängen.

Also, typisches Emotionales Essen ist, wenn du das Essen (unbewusst) nutzt, um unangenehme Gefühle zu unterdrücken. 

Keine Sorge, damit bist du nicht allein! Und es gibt Lösungen. Auch hier arbeite ich mit einer speziellen Klopftechnik, um das Gefühl hinter dem Essensdrang zu stillen. Denn es geht nicht um das Essen, es ist nur ein Symptom. 

Lies hier weiter zu Emotionalem Essen und Heißhunger: Über die Ursachen, Unterschiede – und was hilft.

3. Erziehungsregeln beim Essen 

Eine häufige Ursache für Emotionales Essen ist der Zwang, immer aufessen zu müssen und nichts auf dem Teller zurücklassen zu können. Kennst du das von dir? 

Die Regel, den Teller leer essen zu müssen, kann beispielsweise in vergangenen Generationen aufgestellt worden sein. Von Familienmitgliedern, die Krieg und Hunger erfahren haben. Damals waren es sehr sinnvolle Regeln! Aber heute in der Überflussgesellschaft führen sie oft mehr zu Problemen, als dass sie noch nützlich sind. 

Vielen Kindern wurde und wird auch beigebracht, dass Kinder in Afrika verhungern oder das Wetter am nächsten Tag schlecht wird, wenn sie nicht aufessen. 

Das Schlimme daran ist, dass Kinder so etwas glauben. Sie glauben auch an das Christkind, den Weihnachtsmann oder die Zahnfee. Also halten sie es auch für wahr, dass das morgige Wetter von ihrem Teller abhängt. 

Mit diesen Regeln kann großer Stress bei den Kindern aufkommen. Schuld und Scham können entstehen. Und um das nicht zu fühlen, isst man besser schnell auf. So kann man sich die unangenehmen Gefühle vom Hals halten. 

Wenn dieses Verhalten nicht hinterfragt wird, wird es oft bis ins Erwachsenenalter fortgeführt. 

Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich halte es auch für richtig, respektvoll mit Essen umzugehen. Aber man kann es auch einfach in den Kühlschrank stellen und später weiter essen. Du musst deinen Teller nicht grundsätzlich leer essen!

4. Körperliche Grenzverletzungen 

Dieser Grund für Emotionales Essen spielt vor allen Dingen für Emotionale Esser eine Rolle, die ein paar oder viele Kilos mehr auf den Hüften haben. Im Hintergrund kann da ein sehr machtvolles Programm ablaufen, das sein Bestes tut, um dich zu schützen. 

Vielleicht hast du gerade abgenommen, freust dich darüber und bekommst Komplimente. Und plötzlich kippt alles. Du weißt gar nicht, wie dir geschieht und schon nimmst du wieder zu?

Was passiert da? 

Es kann sein, dass der Grund für die Gewichtszunahme ein unsicheres Gefühl im Körper ist: „Es ist gefährlich, wenn ich zu sexy bin. Es ist gefährlich, wenn ich zu auffallend bin. Es ist gefährlich, wenn ich zu attraktiv bin.“

Diese Unsicherheit, die vielleicht durch Blicke oder Komplimente im Außen aktiviert wird, hat ihren Ursprung häufig in einer körperlichen Grenzverletzung in der Vergangenheit. 

Das kann, aber muss keine übergriffige körperliche Berührung gewesen sein. Es kann auch der Pfiff eines Bauarbeiters auf der Straße sein, den ein Mädchen oder eine junge Frau zutiefst verunsichert hat. 

Und so betrifft dieses Thema auch Menschen, die vielleicht gerade denken, dass es nichts mit ihnen zu tun hat. 

Bewertungen des Körpers von außen in der Kindheit und Pubertät können diese Unsicherheit im Körper verursachen. 

Und ein Schutz des Systems kann so aussehen: Gewichtszunahme und eine Speckschicht. Bloß nicht abnehmen! Damit man nicht mehr so offensichtlich attraktiv ist.

So, jetzt ist auch klar, wie es zum Jojo-Effekt kommt und warum Diäten nicht funktionieren, wenn du emotional isst, oder? Weil dein Körper dich sicher halten möchte <3 Das ist einfach großartig von ihm. Er passt auf dich auf. 

5. Unterdrückte Überlebensstrategien: Selbstsabotage 

Wir kommen zum nächsten Grund hinter Emotionalem Essen. 

Kennst du das, dass du dir irgendetwas vornimmst, zwei oder drei Tage geht es gut und plötzlich kommen Gedanken wie „Ach, ich lasse mir jetzt nichts vorschreiben!“ Und dann reißt dein altes Verhalten wieder ein. Bei einer Diät zum Beispiel oder wenn du dir vornimmst, gesünder zu essen. Vielleicht passiert dir das auch bei größeren Projekten in deinem Leben.

Alles läuft gut und plötzlich kommt da eine Stimme, die dir weismachen will, dass es doch nicht so gut ist, und dann machst du dir das wieder kaputt. Kennst du das?

Dann herzlich willkommen! Wahrscheinlich hast du dann mit Selbstsabotage zu tun.

Selbstsabotage hat oft etwas mit den Autoritätspersonen in der Kindheit zu tun. Wenn Kindern Regeln aufgestellt werden, die sie nicht verstehen, sich ohnmächtig fühlen oder wütend werden lassen, kann es sein, dass in den Kindern eine Art Trotzreaktion entsteht. Nach und nach kann es dann zu einem unbewussten Schwur kommen, den sie auch als Erwachsene weiter mit sich herumtragen. 

Dieser Schwur lautet in etwa: 

“Ich halte mich an keine Regel mehr, weil es damals so schlimm war.”
“Weil du es falsch gemacht hast, kann ich nicht glücklich werden; sonst hättest du es damals richtig gemacht”

Und das erklärt, warum du dich vielleicht nicht an deine eigenen Regeln halten kannst. Vielleicht hat sich dein System vorgenommen, dich nie mehr durch Regeln einschränken zu lassen, und verwechselt deine eigenen heutigen Regeln mit Regeln von früher, die du abgelehnt hast. Und vielleicht will ein Anteil in dir immer noch zeigen, dass es damals schlimm war, weshalb es dir heute nicht gut gehen darfst und du zum Beispiel nicht dauerhaft abnehmen kannst. 

Wenn das was in dir anspricht, dann lies nochmal genau nach zu Selbstsabotage als Grund für Emotionales Essen

6. Unvermögen Grenzen zu setzen

Emotionales Essen ist häufig auch dadurch verursacht, dass wir nicht gelernt haben, unsere Wünsche klar zu äußern und unsere Grenzen zu setzen. 

Folglich lassen wir zu, dass Dinge mit uns gemacht werden, die wir eigentlich nicht wollen:

  • Bei Oma noch ein Stück Kuchen essen
  • In Gesellschaft dann doch Alkohol trinken
  • Der Freundin den Gefallen erfüllen, obwohl wir uns eigentlich dringend ausruhen müssten

Schlussendlich verlassen wir damit uns selbst, sind uns selber nicht treu und das spüren wir durch Unzufriedenheit, Ärger oder pure Erschöpfung, weil wir uns zu viel aufhalsen.

Und als Trost greifen wir zum Essen.

Siehst du den Zusammenhang? Würdest du im Vorfeld für dich einstehen, bräuchtest du anschließend nicht das Essen.

Das Thema Grenzen setzen hat also meist nicht direkt etwas mit dem Essverhalten zu tun (außer du lässt dich gegen deinen Willen zum Essen überreden – was auch ein großes Grenzen-Thema ist!) und hängt doch ganz oft stark damit zusammen.

Was der Fähigkeit, Grenzen zu setzen, oft in die Quere kommen kann, ist die Sorge, Verbundenheit oder Akzeptanz zu verlieren. 

Beispiel

Wenn dein Freundeskreis oder deine Familie übergewichtig ist, kann es sein, dass ein Teil in dir Angst hat abzunehmen, weil er fürchtet, dass dann die Verbundenheit verloren geht. Dann wird die Gewichtsabnahme vielleicht als Bedrohung oder Störung der Verbindung empfunden.

Wenn dann jemand zu dir sagt: “Ich weiß nicht, irgendwie bist du anders geworden, seitdem du abgenommen hast.”, kann es passieren, dass du wieder zunimmst, obwohl du es eigentlich gar nicht willst.

Was du dann tun kannst, ist dich um deine Gefühle zu kümmern, deine Sorge anzuerkennen und dem Teil in dir, der ängstlich ist, zu sagen, dass es nicht das zusätzliche Gewicht ist, das für die Verbindung sorgt. Man kann unabhängig von Figur und Gewicht verbunden sein. Und dann kann es gut sein, dass du solche Kommentare im Außen nicht mehr bekommst. 

Wenn du direkt an dem Thema arbeiten möchtest, dann schau mal in meinen Workshop: Grenzen setzen. Und hier findest du weitere Informationen zum Thema Emotionales Essen und Grenzen setzen

Emotionales Essen Kompensationsstrategie

Hochsensibilität und Emotionales Essen

Oft gibt es einen Zusammenhang zwischen Emotionalem Essen und Hochsensibilität

Viele emotionale Esser sind hochsensibel und nehmen auf verschiedenen Kanälen viel wahr. Zum Einen haben sie oft ein reges Innenleben und nehmen in ihrem eigenen Inneren viel wahr. Dazu kommt, dass ihre Antennen nach draußen weit geöffnet sind und sie dort viel mitbekommen. Sie nehmen Details in der Umgebung, Stimmungen, Gefühle und auch Probleme anderer wahr. Oft fühlen sie sehr genau, wie es den anderen geht, und versuchen häufig auch dafür zu sorgen, dass es ihnen besser geht, damit es ihnen selbst besser geht. Bei so vielen Reizen und bei so viel Beschäftigung mit dem, was im Außen abläuft, passiert es schnell und häufig, dass sie in der Überreizung landen und dass sie das Zusammensein mit (vielen) anderen Menschen als sozialen Stress empfinden.

Hochsensible sind einfach mit all den äußeren und inneren Reizen leichter überfordert. Um das alles und auch die Überforderung nicht mehr fühlen zu müssen, hilft ein Rückzug aus dem Körper: Es ist zu viel, also ziehe ich mich ein bisschen aus meinem Körper zurück. So fühle ich weniger.

Die Konsequenz ist dann jedoch, dass wir nur noch im Kopf sind und denkend versuchen für die anderen und für uns eine Lösung zu finden, damit die Situation wieder angenehmer wird.

Das Problem ist auch, dass wir uns damit ebenfalls die Möglichkeit nehmen, die ganzen Gefühle und Reize zu verarbeiten. Denn das passiert IM Körper.

Wenn wir nicht im Körper sind, sondern etwas außerhalb von uns stehen, sind wir nicht bei uns und können unser Leben nicht richtig leben.

Da kommt uns das Essen zur Hilfe.

Das Essen hilft, wieder zu uns zu kommen. Wir haben intuitiv gelernt, dass Kauen, Schlucken, Essen und Einen-vollen-Bauch-Haben den Fokus wieder auf unseren Körper legt. Damit können wir wieder in den Körper kommen, wieder fühlen und die Gefühle verarbeiten, die dann gehen können. Dadurch fühlen wir uns wieder besser. Und im Körper zu sein fühlt sich auch besser an als im Kopf zu sein.

Darüber hinaus hilft uns das Essen auch, die Gefühle und Reize abzuschwächen, so dass sie besser zu ertragen sind.

Das Essen ist also eine Möglichkeit, wieder Kontakt zu uns aufzunehmen und uns zu erden. Zum Glück gibt es aber noch andere Wege, gut mit sich im Kontakt zu bleiben und sich wieder zu erden. Dafür muss nicht immer das Essen herhalten. 


Emotionales Essen ist eine Strategie, um einen Schmerz zu überdecken.

Wow, das war lang! Wie du siehst, gibt es viele verschiedene Gründe, die hinter Emotionalem Essen liegen können. 

Ich hoffe, du kannst jetzt ein bisschen mehr sehen, dass das Emotionale Essen keine Störung ist und dass du nicht falsch oder blöd bist! (Bist du NICHT!!)

Das Emotionale Essen ist deine Lösung mit Problemen umzugehen. Es hilft dir, einen Schmerz zu stillen und durchzuhalten. Emotionales Essen ist dein Beschützer. Und es ist eine clevere Lösung. Du hättest auch zu ganz anderen Mitteln greifen können, um nicht durchzudrehen. Da ist das Essen noch eine ganz gute Wahl. Leg deshalb die Waffen nieder, hör auf das Emotionale Essen zu bekämpfen. Kämpfen macht es nur noch schlimmer und ist sooo anstrengend, Herzchen. Eine Befreiung vom Emotionalen Essen ist auch ohne Kampf möglich. Meiner Ansicht nach geht es über den liebevollen Weg dahin. So hört das Emotionale Essen auf. 

Vielleicht hast du auch schon mit Suchtverlagerung Erfahrungen gemacht. Vielleicht hast du früher mal geraucht und seitdem du aufgehört hast, isst du emotional. Das heißt im Umkehrschluss, dass wenn du versuchst, das Emotionale Essen zu unterdrücken oder zu vermeiden, du dir möglicherweise etwas Anderes suchen wirst. Deshalb empfehle ich dir, direkt an die Ursachen zu gehen anstatt nur zu versuchen, das Symptom wegzuschieben. 

Emotionales Essen beenden

Wie werde ich Emotionales Essen los?

Bestimmt möchtest du jetzt nach den ganzen Ursachen zum Emotionalen Essen wissen, wie du es wieder auflösen und endlich stoppen kannst!

Darauf gehe ich jetzt ein!

Ich werde dir erste einfache Übungen zeigen, was du gegen Emotionalen Essen tun kannst

Lass uns direkt loslegen!

Selbstbeobachtung: Werde dir bewusst. 

Das erste und einfachste ist, dass du dich eine Zeit lang selbst beobachtest. Dadurch kannst du ein Gefühl dafür bekommen, ob und wie häufig du emotional isst. 

Achte mal darauf:

  • Wann willst du essen? Hast du körperlichen Hunger oder gibt es einen emotionalen Grund?
  • Wie geht es dir vor dem Essen? Welche Gefühle nimmst du in dir wahr?
  • Wie geht es dir während und nach dem Essen? 
  • Kannst du das Essen genießen und fühlst du dich danach zufrieden satt oder isst du wie getrieben und kurz danach bekommst du ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle?

Es geht darum, dass du einen Kontakt zu dir herstellst, anfängst, dich wieder wahrzunehmen mit allem, was in dir vorgeht, und genauer herausfindest, wie deine Beziehung zum Essen ist. Du kannst gern auch Tagebuch schreiben, um deine Beobachtungen festzuhalten. 

Informiere dich über das Thema.  

Wichtig finde ich auch, dass du dich über das Thema informierst. Und das tust du ja schon längst, denn du bist ja hier 🙂

Infoquelle 1: Podcast über Emotionales Essen

Als weitere Informationsquelle empfehle ich dir meinen Podcast “Frei essen!” über Emotionales Essen und Zuckersucht. Ich gehe im Podcast nochmal ausführlich darauf ein, was Emotionales Essen ist und wie es verursacht wird. 

Infoquelle 2: Start-Kurs und Newsletter über Emotionales Essen

Wenn du noch mehr wissen willst, dann melde dich doch gern für meinen kostenlosen Start-Kurs an. Im Anschluss wirst du außerdem über meinen gratis Newsletter weiterhin mit vielen Infos und Tipps gegen Emotionales Essen versorgt. 


Einfache erste Übungen, um Emotionales Essen zu beenden

Ach Mann, ich freu mich so, dass du das angehen willst! Ich hab den Weg auch hinter mir und ich kann dir sagen: Es lohnt sich sooo! Das Leben ist so viel besser ohne das ständige Leid ums Essen. 

Ich geb dir jetzt noch zwei ganz praktische Tipps, was du bei Emotionalem Essen tun kannst und beim nächsten Mal anders machen kannst. So wird sich langsam etwas ändern und du kannst das Emotionale Essen nach und nach überwinden. Ganz sanft, aber doch deutlich.

Wenn du wissen willst, was dahinter steckt, stoppe das Verhalten. 

Ja, genau! Wenn du wissen willst, warum du ohne Hunger isst, dann stoppe dein Verhalten. Konkret bedeutet das: Halte beim Essen mal kurz inne und fühl, was eigentlich los ist. 

Wie geht es dir? Welche Gefühle sind da? Wie fühlt sich dein Körper an? Warum möchtest du gerade essen?

Das ist zu Anfang natürlich nicht einfach! Ich weiß das. 

Aber der erste große Schritt der Heilung ist zu verstehen, dass es hier um etwas Tieferes geht als nur das Essverhalten zu verändern und sich das Emotionale Essen abzugewöhnen. 

Erden

Emotionale Esser haben häufig keinen guten Kontakt zu sich und ihrem Körper (siehe oben zu Hochsensibilität). Und was da hilft ist erden, erden, erden. Wenn du gut geerdet bist, bist du besser in deinem Körper verankert und kannst deine Gefühle besser verarbeiten. Du bist dann einfach hier auf der Erde, wo du gerade hingehörst. 

Also nimm Kontakt zur Erde und zur Natur auf. Geh in die Natur, berühre Pflanzen, hab Kontakt mit Tieren, laufe barfuß. Geh in Verbindung mit der Natur, aus der wir kommen. 

Leider bleibt oft gerade dafür im Alltag wenig Zeit. Ich nutze daher zum Beispiel die Vitori-Matte, auf der ich mich auch zu Hause auf dem Sofa ganz bequem erden kann. 


Echte Lösungen, um Emotionales Essen zu heilen.

Lass uns jetzt noch ein Stückchen tiefer gehen. Denn du willst ja, dass es endlich besser wird! 

1. Verbindung mit anderen

Hast du schon mal anderen von deinem Essproblem erzählt? Als ich damals mittendrin steckte, fiel es mir schwer, darüber zu sprechen, weil ich mich so schämte. 

Heute weiß ich, dass Scham einer der Hauptantreiber für Suchtverhalten ist. Das wird auch in meinen Coachings immer wieder deutlich. 

Im Gegensatz zu Scham ist Schuld “harmloser”. Wenn man sich schuldig fühlt, hat man etwas Falsches getan, aber der eigene Kern bleibt davon unberührt. 

Bei der Scham ist es schlimmer. Dann geht man davon aus, dass mit einem selbst etwas nicht in Ordnung ist, dass man so, wie man ist, nicht richtig ist, dass etwas mit einem falsch ist. Und das darf niemand bemerken! 

So eine Annahme über sich selbst ist sehr schmerzhaft und das eigene vermeintliche Falschsein dauerhaft vor anderen zu verstecken ist einfach unglaublich anstrengend. Und an dieser Stelle kommt die Sucht ins Spiel. Es ist leichter zu essen, als den Schmerz über das eigene “Falschsein” zu fühlen. Das Essen ist wieder zur Stelle, um zu helfen. Kannst du das sehen? ❤️

Ein Ausweg aus dieser Situation kann sein, wenn du zuerst für andere und dann für dich das Herz öffnen kannst, wenn du Verständnis dafür entwickelst, warum du etwas tust. Dann können nach und nach die bedrückenden Gefühle und das Essen gehen. 

Weil wir in einer Gruppe oft leichter heilen, haben sich beispielsweise die Anonymen Alkoholiker nicht umsonst in Selbsthilfegruppen zusammengefunden. Auch in meinem Programm zum Emotionalen Essen gehen wir zusammen in einer Gruppe den Heilungsweg. Und du glaubst nicht, wie herzlich dort die Stimmung ist! 

"Danke! Der Austausch in der Gruppe hier gibt mir den Halt, den ich jetzt gerade benötige! So schön, dass es diese Gemeinschaft hier gibt ❤️!"

Teilnehmerin im Endlich frei essen!-Programm

2. Klopftechnik

Zur Heilung von Suchtkrankheiten braucht es erfahrungsgemäß meistens mindestens eine andere Person (siehe oben)* oder eine Technik, da wir selber das Trauma selten sehen können. Es liegt in der Natur des Traumas, dass es für uns undeutlich ist. Unser Körper hat es extra für uns abgespalten, weil es zu schlimm war. 

*Spontanheilungen aus sich selbst heraus sind möglich, aber doch eher selten.

Und gleichzeitig liegt die Heilung darin, das Trauma zu sehen und zu Ende zu fühlen, also zu verarbeiten, denn dann kann es gehen. 

Dafür kannst du dich also mit anderen zusammentun und ganz verschiedene Techniken oder Strategien nutzen:

  • Hypnose
  • Familienaufstellungen
  • NLP, EMDR
  • Homöopathie (z.B. Anwendung von Globuli oder von Schüssler Salzen)
  • energetische und schamanische Heilmethoden, Reiki
  • Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie oder sonstige Therapien, mit denen man Emotionales Essen behandeln kann. Online und offline findest du viele Coaches wie Maria Sanchez und mich ;), die zu dem Thema arbeiten.
  • Meditationen
  • Achtsamkeitsübungen
  • Mentales Training, Mindset-Arbeit
  • etc.
  • Meine Lieblingsmethode ist die Klopftechnik oder auch EFT genannt 

Ich wende die Klopftechnik in Kombination mit der Inneren-Kind-Arbeit an. Diese Verbindung macht es möglich, an den Ursprung des Traumas zu kommen und dort in die Heilung zu kommen. Beim Klopfen kann man das innere Kind, das damals nicht ausreichend begleitet worden ist, nachbeeltern. Das heißt, dass man ihm nachträglich das gibt, was damals fehlte. Damit kann die Not von damals wirklich beendet werden. Der alte Schmerz wird gestillt und so verliert das Emotionale Essen seine Funktion als Schmerzmittel. Es wird einfach nicht mehr gebraucht, wenn der Schmerz erlöst ist. 

Das hört sich für dich vielleicht ziemlich abgefahren an. Ist es auch! Es ist geradezu magisch.

Und gerade weil es sich so abgefahren anhört, schaltet der Kopf schnell auf Kritik um. Skepsis ist durchaus verständlich und schlau. Ein Glück kommt uns heute die Wissenschaft zu Hilfe. Verschiedene Studien belegen mittlerweile die Wirksamkeit des Klopfens. Und zum Glück muss man Klopfen nicht verstehen oder vertrauen, damit es funktioniert. Eine gewisse Neugier und Offenheit reicht vollkommen aus, um das Klopfen auszuprobieren und zu erfahren. Das Aha-Erlebnis findet nämlich nicht nur im Kopf statt, sondern im ganzen Körper. Wir können FÜHLEN, wie mächtig und wirkungsvoll diese Methode ist!

Lies hier weiter, wie man mit der Klopftechnik Emotionales Essen beenden kann. 

3. Das Endlich frei essen!-Programm

Wenn du auf der Suche nach Unterstützung in Form eines Kurses bist, um mit dem Emotionalen Essen aufzuhören, dann empfehle ich dir von Herzen meinen Online-Kurs “Endlich frei essen!” In diesem Programm gehen wir den Weg gemeinsam. Ich zeige dir die Klopftechnik und speziell die Klopfmethoden für Emotionales Essen. Und dann kannst du dein Emotionales Essen Stück für Stück beenden.

4. Persönliches Coaching

Möchtest du lieber ins Einzelcoaching kommen? Gerne!

Im Coaching begleite ich dich persönlich zum freien Essen. Auch dort arbeite ich mit der Klopftechnik.

Erfahrungen mit Emotionalem Essen

An dieser Stelle teile ich ein paar Erfahrungen meiner Programmteilnehmer zum Emotionalen Essen und zu meiner Arbeit mit der Klopftechnik.

Edith Hornich beschreibt, wie ihr Emotionales Essen aussah, bevor sie an meinem Programm teilgenommen hat ("In gewissen Situationen muss ich essen, ob ich will oder nicht" "Es war wirklich schlimm!"). Und sie erzählt auch von dem Moment, als sie nach der Arbeit zum ersten Mal nicht emotional gegessen hat. So wundervoll! Edith ist durchs Klopfen ihr früher ewiges emotionales Naschen und Zuckeressen losgeworden und dadurch geht es ihr insgesamt so viel besser.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


Ein längeres Gespräch über Emotionales Essen und auch Zuckersucht habe ich mit Juliane Pfuhl geführt, die davon erzählt, wie sich ihr Leben verändert hat, nachdem sie sich mit Zuckersucht und Emotionalem Essen beschäftigt und die Gründe dahinter gelöst hat. 

Vom Kopf ins Herz – Emotionales Essen und Zuckersucht:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


Für mich eine völlig überwältigende Erfahrung war z. B. die Auflösung meiner noch übrig geblieben Suchtattacken nach Nutella ... in einer Klopf-Einzelsitzung. Wie ich ... herausfand, dass im Nutella die Liebe meiner Oma wirkte ... bis zur Sitzung. Seitdem hatte ich keine Impulse mehr, Nutella löffelweise „reinzuschaufeln“ ... nein, nicht mal mehr einen Hauch davon zu naschen. Es ist geheilt, gelöst, entkoppelt.

Kerstin Kerle-Schuhmacher

Teilnehmerin im Endlich frei essen!-Programm

Lies noch mehr Erfahrungen mit dem Emotionalem Essen und dem Klopfen.

Wenn so viele Menschen und ich den Weg aus der Esssucht gefunden haben, dann schaffst du das auch. Ich glaube an dich!

Und was kann dann am Ende als Ergebnis von all der Arbeit stehen? Lies unten schnell weiter.


Mein Ziel war das Intuitive Essen.

Und das habe ich heute erreicht. Auch wenn ich nicht erst seit gestern da angekommen bin, freue ich mich immer noch darüber, dass ich heute die Signale meines Körpers hören kann. Ich spüre, welches Essen er braucht, er sagt mir Bescheid, wenn er etwas Spezielles benötigt, und er signalisiert, wann es genug ist. Und dann höre ich heute auf zu essen!

Das wünsche ich mir für dich auch!

Stell dir mal vor:

  • Du isst nur noch, wenn du wirklich Hunger hast. 💛
  • Du hörst im richtigen Moment auf zu essen: nämlich dann, wenn du satt bist. 💛
  • Dein Körper gibt dir feine Signale, welches Essen er braucht. 💛
  • Und du bist in der Lage, diesen Signalen zu folgen. Kein Heißhunger oder Essanfall kommt dir dazwischen. 💛
  • Du isst mit Leichtigkeit und Freude. 💛
  • Du genießt dein Essen und hast anschließend kein schlechtes Gewissen. 💛
  • Essen ist das, was es sein soll: ein Energielieferant für dein Leben. 💛
  • Du isst entspannt und genießt. 💛
  • Dieses unkomplizierte Essverhalten, bei dem man sich ganz automatisch nach den Signalen des Körpers richtet, nennt man Intuitives Essen. Und dieses Essverhalten zu ermöglichen, ist unser Ziel im Endlich frei essen!-Programm.

    Leider stehen dem Intuitiven Essen häufig zwei Blockaden im Weg. 

    Wenn Intuitives Essen nicht klappt:

    Süchtig machende Lebensmittel können intuitives Essen behindern. 

    Einerseits gibt es ernährungsbedingte Gründe, dass wir nicht genau spüren, was der Körper braucht. Denn es gibt Bestandteile in unserem Essen, die uns auf bestimmtes Essen mehr Appetit machen, als wir eigentlich davon brauchen. Zucker und Gluten sind solche Kandidaten. Beide regen den Appetit an und dann essen wir vielleicht mehr Süßigkeiten oder glutenhaltiges Brot, als wir eigentlich brauchen. Der innere Schrei nach Süßem oder dem Brot ist dann so laut, dass wir nicht hören können, dass der Körper genug hat oder eigentlich lieber etwas Anderes hätte. 

    Solange du emotional isst, kannst du nicht intuitiv essen. 

    Andererseits wird es schwer, intuitiv zu essen, solange du dein Emotionales Essen nicht in den Griff bekommst. Das Schutzprogramm (das Emotionale Essen), das dich vor dem Kontakt mit dem Trauma schützt, ist lauter als die leise intuitive Stimme. Da Essen dein Rettungsanker ist, wird dein System dir so lange vorschlagen zu essen, bis du den Schmerz dahinter gelöst hast. Dieser Mechanismus ist so laut und so dringend notwendig, dass es keinen Raum gibt, um wahrzunehmen, dass der Körper genug gegessen hat oder andere Lebensmittel braucht. 


    Die Heilung des Emotionalen Essens macht den Weg frei für Intuitives Essen. 

    Freu dich schon mal. Denn wenn du dich auf die Reise begibst, das Emotionale Essen zu lösen, wird damit ganz automatisch Stück für Stück auch der Weg zum Intuitiven Essen frei. Kümmere dich immer um den nächsten Schritt, dann ergibt sich der Weg von ganz alleine. 


    Rückfälle gehören auf dem Weg raus aus dem Emotionalen Essen dazu. 

    In meinen Augen geschieht die Heilung vom Emotionalen Essen nicht von heute auf morgen. Aber wenn du die Klopftechnik anwendest, kann es sehr schnell gehen! Auch wenn du Jahre oder Jahrzehnte emotional gegessen hast: Die Heilung muss nicht genau so lange dauern. Sie darf schnell gehen und auch leicht sein!

    Zum Schluss möchte ich noch ein Wort zu einem großen Thema sagen: Emotionales Essen und Rückfälle

    In meinen Augen sind Rückfälle ein wichtiger Bestandteil des Weges raus aus einer Sucht. 

    Denn jedes Mal, wenn man rückfällig wird, kann man etwas über sich selbst lernen. Man kann lernen, was einen so aus der Bahn geworfen hat, dass man nochmal das Schmerzmittel brauchte. 

    Was ist passiert, dass es so schlimm war, dass du essen musstest? Wenn du dich das fragst und dann dein Herz für dich öffnest, dir selbst Mitgefühl entgegen bringst und anerkennst, dass es schlimm war, kann es leichter werden. Wende dich deinen Gefühlen zu, kümmere dich um dich und um das, was hinter dem Essensdrang liegt. Und irgendwann sind keine Rückfälle mehr nötig, weil du dann weißt, wie du dich selbst gut versorgst. 

    Ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg!

    Und denk dran: Du musst das nicht alleine schaffen!

>